{"id":670,"date":"2014-06-29T19:40:56","date_gmt":"2014-06-29T17:40:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gegenwind-wetterau.de\/gww983\/?page_id=670"},"modified":"2014-06-29T21:50:24","modified_gmt":"2014-06-29T19:50:24","slug":"stellungnahme-zu-6-wka-in-wohnbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gegenwind-wetterau.de\/gww983\/index.php\/ziele\/stellungnahme-zu-6-wka-in-wohnbach\/","title":{"rendered":"Stellungnahme zu 6 WKA in Wohnbach"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }H1 { margin-bottom: 0.21cm; }H1.western { font-family: \"Liberation Sans\",sans-serif; font-size: 14pt; }H1.cjk { font-family: \"DejaVu Sans\"; font-size: 14pt; }H1.ctl { font-family: \"DejaVu Sans\"; font-size: 14pt; }H2 { margin-bottom: 0.21cm; }H2.western { font-family: \"Liberation Sans\",sans-serif; font-size: 14pt; font-style: italic; }H2.cjk { font-family: \"DejaVu Sans\"; font-size: 14pt; font-style: italic; }H2.ctl { font-family: \"DejaVu Sans\"; font-size: 14pt; font-style: italic; }\n--><\/style>\n<p><strong>Betr.:<\/strong> Stellungnahme zum Genehmigungsverfahren von 6 Windkraftanlagen an der A45 bei Wohnbach, Antragsteller LENPower<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">anbei erhalten Sie die Stellungnahme der B\u00fcrgerinitiative \u201eGegenwind Wetterau\u201c zum Genehmigungsverfahren von 6 Windkraftanlagen an der A45 bei Wohnbach. Wir haben die vielen Argumente der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die uns erreichten, f\u00fcr Sie zusammengefasst.<br \/>\nDie Stellungnahme ist in sechs Teile gegliedert, um die unterschiedlichen Bereiche, auf die die in Genehmigung befindlichen Windkraftanlagen wirken werden, mit den jeweiligen Auswirkungen aufzuzeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 class=\"western\">1. Politische Aspekte<\/h1>\n<h2 class=\"western\">1.1 Subvention von Schwachwindgebieten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn Schwachwindgebiete st\u00e4rker subventioniert werden, wird hierdurch der Wind nicht st\u00e4rker wehen und die so errichteten Anlagen werden somit auch nicht \u00f6konomischer und \u00f6kologischer. Vielmehr wird mit dieser Art der Subvention die Zerst\u00f6rung wichtiger Naherholungsgebiete subventioniert. Der ohnehin schon \u00fcber die Massen privilegierte Ausbau der Windkraft erh\u00e4lt hier eine weitere wettbewerbsverzerrende F\u00f6rderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Die Subvention von Schwachwindgebieten ist einzustellen, da hier nur die gro\u00dffl\u00e4chige Zerst\u00f6rung der Natur, bei nicht gegebener echter Wirtschaftlichkeit, weiter gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">1.2 Privilegierung der Windkraft<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem derzeit privilegierten Bau von Windkraftanlagen nach \u00a735 BauGB erhalten Einzelne (Landbesitzer) das Privileg, den Lebensraum vieler Menschen nachhaltig, mitunter aus rein monet\u00e4ren \u00dcberlegungen heraus, massiv zu ver\u00e4ndern, wenn nicht gar zu zerst\u00f6ren. Die hier \u00fcbertragene Verantwortung auf einen Einzelnen erscheint gemessen an den m\u00f6glichen Folgen auf den Rest der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung als viel zu gro\u00df und unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. So ist durch die Privilegierung der Wille der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung einer Entscheidung eines Einzelnen untergeordnet, was undemokratisch ist und sich nicht mit unserem demokratischen Grundsystem deckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Die Privilegierung der Windkraft dahingehend, dass Einzelne \u00fcber das Wohl und Unwohl gro\u00dfer Bev\u00f6lkerungsteile entscheiden k\u00f6nnen, ist undemokratisch und daher aufzuheben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">1.3 Zerst\u00f6rung von Sozialgemeinschaften<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der bereits angesprochenen Privilegierung Einzelner (Landbesitzer) und der damit als ungerecht empfundenen Situation der Benachteiligten, kommt es schon jetzt zu Spannungen in den Sozialgemeinschaften der angrenzenden Ortschaften. Wenn dann zuk\u00fcnftig noch Emissionen und wirtschaftliche Probleme auf die Benachteiligten wirken, wird es unweigerlich zu einer Entzweiung der Gemeinschaften kommen, da einige wenige f\u00fcr die Probleme und N\u00f6te der Mehrheit verantwortlich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Zum Erhalt der seit Jahrhunderten intakten Sozialgemeinschaften in unserem l\u00e4ndlichen Bereich ist die Privilegierung Einzelner durch \u00a735 BauGB im Bereich der Windkraftanlagen aufzuheben, um so die Entzweiung der Gemeinschaften zu verhindern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">1.4 Umverteilung von Mitteln von unten nach oben<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der massiven Subvention der Windkraft \u00fcber den Strompreis entsteht eine Umverteilung von Mitteln von unten nach oben. Hier verarmen finanziell schw\u00e4chere Bev\u00f6lkerungsschichten zunehmend. Der Aufbau eines zweiten Versorgungssystems, welches das bestehende, konventionelle nicht abl\u00f6sen kann, ist daher unsozial.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Die derzeitige Subventionspolitik der Windkraft, ohne erkennen zu k\u00f6nnen, dass hiermit die Energiewende erreicht werden kann, ist un\u00f6konomisch und unsozial und daher zu stoppen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">1.5 Wertminderung des Grundbesitzes<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der N\u00e4he der 6 Windkraftanlagen zu Wohnbach, Obbornhofen, W\u00f6lfersheim und M\u00fcnzenberg wird es zu einer Abwertung<sup class='footnote'><a href='#fn-670-1' id='fnref-670-1' onclick='return fdfootnote_show(670)'>1<\/a><\/sup> der Immobilien je nach Entfernung zu den Windkraftanlagen kommen.<br \/>\nBei Neubauten kann es zu Problemen mit der Anschlussfinanzierung kommen. Auch das von einigen praktizierte Modell der Altersvorsorge auf Basis einer eigenen Immobilie wird so nicht tragen und die Zunahme der Altersarmut weiter beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von Windkraftanlagen in einem Abstand unter 3km zu Wohnbebauungen, um so den einhergehenden Wertverlust auf unter 10% zu begrenzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">1.6 Versorgungssicherheit und Gef\u00e4hrdung der Netzstabilit\u00e4t<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Strom aus Windkraft kann nicht bedarfskonform erzeugt werden, sondern h\u00e4ngt vom Vorhandensein entsprechender Windverh\u00e4ltnisse ab. Die sich heute bereits abzeichnenden und in Zukunft in noch st\u00e4rkerem Ma\u00dfe zu erwartenden Differenzen zwischen erzeugtem und ben\u00f6tigtem Strom bewegen sich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in der gleichen Gr\u00f6\u00dfenordnung wie der im Mittel tats\u00e4chlich ben\u00f6tigte Strom (70 GW). Wenn man bedenkt, dass bereits ein Ungleichgewicht von 2,5GW innerhalb des europ\u00e4ischen Verbundes die Netzfrequenz um ca. 100mHz ver\u00e4ndert, die Netzfrequenz aber um maximal 50mHz um den Mittelwert von 50Hz schwanken darf, kann man das Ausma\u00df der Schwierigkeiten ermessen, die bei Abweichungen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 50GW auf die Stromnetze zukommen.<br \/>\nDie gesetzlich erzwungene Trennung von Stromnetzbetreiber und Stromproduzenten erschwert die Regelungsaufgabe im Stromnetz (Frequenz- und Spannungshaltung) noch zus\u00e4tzlich. Da die Netzbetreiber jedoch gezwungen sind, den kompletten EE-Strom ins Netz zu stellen (auch wenn \u00fcberhaupt kein Bedarf besteht), wird kein Windkraftanlagenbetreiber abh\u00e4ngig vom \u00dcberlastungsgrad des Leitungsnetzes freiwillig auf die maximale Einspeisung verzichten, da dies mit wirtschaftlichen Nachteilen f\u00fcr ihn verbunden ist. Somit k\u00f6nnen weder Flauten ohne konventionelle Kraftwerke, die in der Lage sind, Strom nach Bedarf zu erzeugen, \u00fcberbr\u00fcckt werden, noch k\u00f6nnen Spannungsspitzen nach oben wirkungsvoll begrenzt werden.<br \/>\nWas dies f\u00fcr die vorhandenen Stromnetze und die Versorgungssicherheit der Region bedeutet, konnte einer der Autoren im letzten Sommer (28. Juni 2013) in Bad Nauheim selbst miterleben, als die Stromversorgung der Stadt f\u00fcr mehrere Stunden komplett kollabierte<sup class='footnote'><a href='#fn-670-2' id='fnref-670-2' onclick='return fdfootnote_show(670)'>2<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine F\u00f6rderung von weiteren Windkraftanlagen, da die Versorgungssicherheit damit nicht gew\u00e4hrleistet werden kann und die Netzstabilit\u00e4t sonst noch weiter leidet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">1.7 Kosten\/Nutzen-Betrachtung<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschliche Aktivit\u00e4ten auf dem Planeten erh\u00f6hen den CO2 Anteil in der Atmosph\u00e4re um j\u00e4hrlich netto ca. 2ppm bei einem aktuellen Stand von 400ppm, d.h. um 0,5% pro Jahr. Der deutsche Anteil an der CO2-Emission betr\u00e4gt 2,5%, verursacht also einen Anstieg um 0,01% pro Jahr. Selbst eine sofortige Stilllegung aller fossilen Kraftwerke in Deutschland h\u00e4tte global also nur eine vernachl\u00e4ssigbare Wirkung zur Folge, es sei denn die hier gefundenen L\u00f6sungen sind so \u00fcberzeugend, dass sie auch von anderen L\u00e4ndern \u00fcbernommen werden. Es ist jedoch mehr als fraglich, ob die Windkraft zu einem solchen Ansatz mit Vorbildcharakter gez\u00e4hlt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Windkraft l\u00e4sst sich, wie bereits in 1.6 dargelegt, Strom nicht bedarfsorientiert erzeugen. Zur Gl\u00e4ttung der hohen Volatilit\u00e4t des Windstromes w\u00e4ren daher effiziente und bezahlbare Gro\u00dfspeicher erforderlich, die es allerdings nicht in dem ben\u00f6tigten Umfang gibt und aufgrund harter physikalischer Randbedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in absehbarer Zukunft nicht geben wird. Alle bekannten Verfahren gehen entweder mit einem zus\u00e4tzlichen hohen Landschaftsverbrauch einher oder sind so teuer bzw. ineffizient, dass eine Umlage auf den Strompreis in einer Demokratie nicht mehr m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Entwicklung eines realistischen Energiekonzeptes, anstatt der Windkraft einen Beitrag zur Stromversorgung zuzuweisen, den sie nicht erf\u00fcllen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 class=\"western\">2. Planerische und wirtschaftliche Aspekte<\/h1>\n<h2 class=\"western\">2.1 Standortbedingungen und Wirtschaftlichkeit<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Windh\u00f6figkeit f\u00fcr das wirtschaftliche Betreiben von Windkraftanlagen die entscheidende Grundlage darstellt, ist hier besonders auf reale Werte zu achten. Im Genehmigungsantrag wird von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,75 m\/s ausgegangen. Dieser Wert wurde nicht \u00fcber einen repr\u00e4sentativen Zeitraum gemessen und ist daher m\u00f6glicherweise mit hohen Unsicherheiten behaftet<sup class='footnote'><a href='#fn-670-3' id='fnref-670-3' onclick='return fdfootnote_show(670)'>3<\/a><\/sup>. Da der Wert am untersten Ende der noch von staatlicher Seite geforderten H\u00f6he liegt, ist besonders auf weitere ung\u00fcnstige Standortbedingungen zu achten. Hier sind vor allem zu nennen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die S\u00fcd\/Westlage zu Wohnbach f\u00fchrt zu notwendigen Abschaltungen an sonnigen Tagen wegen Schattenschlag. Dies wird laut Gutachten nur mindestens 8 Stunden im Jahr betragen, da jedem Haus t\u00e4glich 30 Minuten Schattenschlag gesetzlich zugemutet werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die N\u00e4he zum Wald f\u00fchrt zu verringerten Windgeschwindigkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Abstand der WKA`s sollte im Idealfall 15 x Rotordurchmesser betragen. Das w\u00e4ren 1515 m bei dem Rotordurchmesser der ENERCON 101 von 101m. Hier sind die Anlagen im Abstand von ca. 300m geplant. Dies f\u00fchrt zu einer geringeren Nutzung des ohnehin schon schwachen Windes und starken Verminderung des Parkwirkungsgrades, der hier 83 \u2013 88% betr\u00e4gt<sup class='footnote'><a href='#fn-670-4' id='fnref-670-4' onclick='return fdfootnote_show(670)'>4<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die N\u00e4he zum Wald, wird es laut dem Gutachten zu Abschaltungen zum Schutz von V\u00f6geln und Flederm\u00e4usen kommen m\u00fcssen. Die daraus folgende Ertragseinbu\u00dfe betr\u00e4gt mindestens 1%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die 6 Windkraftanlagen sehr dicht an der Wohnbebauung stehen sollen, weist die Schallemissionsprognose nachts Werte bis zu 43 dB aus. Dies sind Werte, die f\u00fcr reine Wohngebiete nicht mehr zul\u00e4ssig sind. Es ist zu kl\u00e4ren, warum die Menschen in Wohnbach nicht den gleichen Schutz genie\u00dfen wie Menschen, die z.B. in Neubaugebieten, mit Ausweisung als reines Wohngebiet, wohnen. Weiterhin ist anzunehmen, dass bei diesen geringen Puffern bei Westwind die Schallausweitung Wohnbach st\u00e4rker belastet und die Grenzwerte \u00fcberschreitet. Sollten L\u00e4rmmessungen dies dann ergeben, m\u00fcssen Abschaltungen oder Drosselungen vorgenommen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die geringe Durchschnittswindgeschwindigkeit und die vielen ung\u00fcnstigen Standortfaktoren, die zu Abschaltungen f\u00fchren werden, wird der geplante Windpark nicht wirtschaftlich betrieben werden k\u00f6nnen. Eine genaue Analyse stellt die Studie \u201eWirtschaftlichkeitsberechnung f\u00fcr den geplanten Windpark der F. LENPower GmbH in W\u00f6lfersheim\u201c von Dipl.-Ing. Matthias Kropp dar, die er Ihnen freundlicherweise zur Beurteilung dieses Falles zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die OVAG und Mittelhessische Energiegenossenschft (MiEG eG) haben sich nach eingehender Pr\u00fcfung schon 2013 gegen eine Investition zwischen Steinfurth und S\u00f6del (ca. 3-4 km entfernt) aus Gr\u00fcnden der zu geringen Windh\u00f6figkeit und damit nicht gegebenen Wirtschaftlichkeit ausgesprochen<sup class='footnote'><a href='#fn-670-5' id='fnref-670-5' onclick='return fdfootnote_show(670)'>5<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt zu kl\u00e4ren, aus welchen Gr\u00fcnden die Firma LENPower GmbH an diesem ung\u00fcnstigen Standort einen Windpark errichten m\u00f6chte, mit dem beim sp\u00e4teren Betrieb nur Verluste gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es dr\u00e4ngt sich der Verdacht auf, dass die LENPower GmbH\u00a0 zwar Gewinne\u00a0mit der Errichtung des Windparks realisieren, die im sp\u00e4teren Betrieb aus den genannten Gr\u00fcnden entstehenden Risiken jedoch nicht selber tragen sondern auf dritte abw\u00e4lzen m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Genehmigung von Windkraftanlagen, die in der Betreibung auf jeden Fall unwirtschaftlich sein werden. Verhinderung, dass die Anlagenplaner auf Kosten der Natur, der Landverp\u00e4chter und m\u00f6glicherweise sp\u00e4ter der Steuerzahler Gewinne realisieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">2.2 Zuk\u00fcnftige Entwicklung des Windparks<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da dieser Windpark nur beim Bau Gewinne f\u00fcr die Firma LENPower GmbH erzielt und beim sp\u00e4teren Betrieb nicht wirtschaftlich arbeiten wird, ist damit zu rechnen, dass die Landbesitzer und alle B\u00fcrger, die in dem Umfeld leben, mit den Folgen dieser Bauruinen konfrontiert werden und f\u00fcr die wirtschaftlichen Sch\u00e4den, die der R\u00fcckbau verursachen wird, aufkommen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb sollte ein besonderes Augenmerk auf die m\u00f6glichen Konsequenzen bei einer Insolvenz gelegt werden. Eine Absichtserkl\u00e4rung f\u00fcr den R\u00fcckbau der Anlagen darf hier nicht ausreichen. Es sind in einer Bankb\u00fcrgschaft die Gelder f\u00fcr den R\u00fcckbau zu hinterlegen, so dass sie bei einer Insolvenz zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In letzter Zeit mehren sich die Meldungen, dass Windparks zu optimistisch berechnet wurden und die Anleger viel Geld verlieren. Auch in der S\u00fcddeutschen Zeitung<sup class='footnote'><a href='#fn-670-6' id='fnref-670-6' onclick='return fdfootnote_show(670)'>6<\/a><\/sup> vom 02.05.2014 wird berichtet, dass viele Windfirmen ihre monet\u00e4ren Versprechen nicht halten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Verhinderung von Bauruinen, die sp\u00e4ter durch die Landbesitzer oder Steuerzahler abgebaut werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 class=\"western\">3. Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch industrielle Windkraftanlagen<\/h1>\n<h2 class=\"western\">3.1 Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch zu geringe Abst\u00e4nde zur Wohnbebauung und zu Schulen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Derzeitige L\u00e4rmprognoseverfahren nach TA-L\u00e4rm und BimSchG erfassen den niederfrequenten Schall und den Infraschall, ausgehend von modernen Windkraftanlagen, nur teilweise oder gar nicht. Da sich jedoch die Erkenntnis \u00fcber die krank machende als auch sch\u00e4digende Wirkung von niederfrequentem L\u00e4rm und Infraschall, verursacht von Windkraftanalagen auf umliegende Anwohner, immer mehr best\u00e4tigt<sup class='footnote'><a href='#fn-670-7' id='fnref-670-7' onclick='return fdfootnote_show(670)'>7<\/a><\/sup>, ist diesem Aspekt mit einer entsprechenden Abstandsregelung zwischen Windkraftanlagen und jeglicher Wohnbebauung (auch Aussiedlungen) Rechnung zu tragen. So fordert das \u00c4rzteforum Emissionsschutz Erneuerbare Energien \u2013 Bad Orb derzeit einen Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohngebieten von mindestens 2 km<sup class='footnote'><a href='#fn-670-8' id='fnref-670-8' onclick='return fdfootnote_show(670)'>8<\/a><\/sup> f\u00fcr eine Anlage. Hierbei kommt die Abstandsformel \u201e10 mal H\u00f6he der Anlage\u201c zur Anwendung. Bei mehreren Anlagen wird dann zus\u00e4tzlich noch ein weiterer Faktor mit einbezogen, um die verst\u00e4rkende Wirkung der Anlagen im Verbund zu ber\u00fccksichtigen (bei zwei WKA 14xH, bei drei WKA 16xH, etc.). Um auf der sicheren Seite zu bleiben und jegliche Gef\u00e4hrdung f\u00fcr die Anwohner so gering wie m\u00f6glich zu halten, werden sogar 3 km Abstand f\u00fcr eine WKA empfohlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die gesundheitssch\u00e4digende Wirkung v.a. durch die Dauerbelastung entsteht, ist besonders auf die Menschen R\u00fccksicht zu nehmen, die sich ganzt\u00e4gig in ihrem Wohnumfeld aufhalten. Das sind v.a. Kinder, die in ihrem Heimatort in den Kindergarten oder die Schule gehen und alte Menschen<sup class='footnote'><a href='#fn-670-9' id='fnref-670-9' onclick='return fdfootnote_show(670)'>9<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor einigen Monaten ist die Studie des Bundesumweltamtes zur Wirkung von Infraschall auch bei Windkraftanlagen abgeschlossen worden<sup class='footnote'><a href='#fn-670-10' id='fnref-670-10' onclick='return fdfootnote_show(670)'>10<\/a><\/sup>. Zur Zeit werden die Ergebnisse diskutiert. Prof. Krahe, der an der Studie mitgewirkt hat, hat in \u00f6ffentlichen Energieforen in Bad Orb und Wiesbaden verlauten lassen, dass ein Abstand unter 2-2,5 km bei 200m hohen Anlagen nicht zu empfehlen ist. Sobald die Ergebnisse der Studie ver\u00f6ffentlicht werden, haben die Menschen dann hoffentlich einen Anspruch darauf, nicht in einem Abstand von ca. 1000 m zu WKA`s leben zu m\u00fcssen und ihre Gesundheit sch\u00e4digen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt ist, welcher Abstand f\u00fcr konkrete Windkraftanlagen einen ausreichenden Schutz der Bev\u00f6lkerung garantiert, darf keine Genehmigung erteilt werden. Hier liegt die Sorgfaltspflicht eindeutig bei den politisch Verantwortlichen. Zudem ist laut Artikel 2(2) des Grundgesetzes die Gesundheit des Menschen gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Da die Entfernung der 6 Windkraftanlagen in W\u00f6lfersheim\/Wohnbach den zum Schutz der Bev\u00f6lkerung notwendigen Abstand von mindestens 2 km unterschreitet, ist von einer Genehmigung abzusehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">3.2 Optische Bedr\u00e4ngung und Ablenkung der Aufmerksamkeit<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der immensen Gr\u00f6\u00dfe der ENERCON E101 und der um bis zu 30m erh\u00f6hten Lage der potentiellen Standfl\u00e4chen kommt es zu einer sogenannten Optischen Bedr\u00e4ngung der Anwohner v.a. in Wohnbach, W\u00f6lfersheim, Obbornhofen und M\u00fcnzenberg. Es geht ein ungutes Gef\u00fchl von derartigen Giganten aus, die sich zudem bei Wind mit ihren riesigen Fl\u00fcgeln bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kommt zudem aufgrund der st\u00e4ndigen Bewegung der Fl\u00fcgel zu einer unbewussten Ablenkung, die in Konzentrationsst\u00f6rungen m\u00fcnden kann. Besonders im Bereich der nahe gelegenen Schulen (v.a. die Singbersgschule in der Wingertstr. 33 mit einem Abstand von ca. 2,5 km, in der ca. 1220 Sch\u00fcler und Lehrer lernen und arbeiten) h\u00e4tte dies eine fatale Auswirkung auf die dort lernenden Sch\u00fcler und deren Leistungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von industriellen Windkraftanlagen im direkt sichtbaren Bereich von Wohngebieten, Schulen und anderen \u00f6ffentlichen Einrichtungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">3.3 N\u00e4chtliches Blinklicht<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der H\u00f6he ist die n\u00e4chtliche Befeuerung der Windkraftanlagen zur Flugsicherung erforderlich und vorgeschrieben. Das hierbei entstehende Blinklicht bei Nacht kann zu St\u00f6rungen der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von industriellen Windkraftanlagen im direkten Sichtbereich von Wohnsiedlungen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 class=\"western\">4. \u00d6kologische Aspekte<\/h1>\n<h2 class=\"western\">4.1 Gef\u00e4hrdung der Bev\u00f6lkerung durch offene Industriegebiete<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Unf\u00e4llen<sup class='footnote'><a href='#fn-670-11' id='fnref-670-11' onclick='return fdfootnote_show(670)'>11<\/a><\/sup> mit Windkraftanlagen. Hierbei kam es neben Eiswurf zu herab st\u00fcrzenden Teilen beispielsweise durch das Bersten von Rotoren bis hin zum Abbruch ganzer, tonnenschwerer Rotorbl\u00e4tter und dem Kollaps kompletter Windkraftanlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Schaffung von offenen Industriegebieten mit erheblichen Gefahrenpotentialen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">4.2 Bedrohung von Wasserschutzgebieten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund des industriellen Charakters von modernen Windkraftanlagen und den m\u00f6glichen Havarien dieser Anlagen gehen massive Gef\u00e4hrdungen f\u00fcr das Grundwasser aus. Besonders bei \u00d6l-Leckagen und Br\u00e4nden (z.B. verursacht durch Blitzschlag) ist davon auszugehen, dass stark toxikologische Stoffe Einzug in den Boden halten und somit in das Trinkwasser gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in unserer Region, ist von der Etablierung eines industriellen Windkraftgebietes mit allen m\u00f6glichen Folgen (siehe Unf\u00e4lle oben) abzusehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">4.3 Eingriff in die Grundwasserbewegungen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den f\u00fcr die 6 Windkraftanlagen erforderlichen Fundamenten mit ca. 20m Durchmesser kommt es zu einem massiven Eingriff in die Grundwasserbewegungen. Zum einen kann in diesem Bereich kein Wasser mehr versickern, sondern wird oberirdisch abgeleitet. Mit der fehlenden Versickerung und der Oberfl\u00e4chenableitung geht zwangsl\u00e4ufig eine Minderung des Grundwasserspiegels einher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Tiefe und Gr\u00f6\u00dfe der Fundamente werden aber auch Grundwasserbewegungen beeinflusst bzw. unterbrochen oder gest\u00f6rt. Welche Auswirkungen dies auf die vom Grundwasserspiegel abh\u00e4ngigen Pflanzen in unmittelbarer N\u00e4he haben wird, kann nur schwer abgesch\u00e4tzt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Grundwasserspiegel sinken und somit eine Austrocknung der direkten Umgebung beg\u00fcnstigt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von industriellen Windkraftanlagen in Bereichen, in denen es zu einem Eingriff in die Grundwasserbewegungen kommen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">4.4 Bedrohung wertvoller Ackerb\u00f6den<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Wetterau und auch in Wohnbach verf\u00fcgen wir \u00fcber besonders hochwertige Ackerb\u00f6den, die vor wenigen Jahren noch einem gesetzlichen Schutz unterstellt waren. Leider wurden diese Gesetze aufgehoben und man k\u00f6nnte im Nachhinein meinen, dass dies bereits erste Vorbereitungen f\u00fcr die Etablierung der privilegierten Windkraft waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon die R\u00f6mer erkannten zu Zeiten des Limes die Besonderheit unserer Ackerb\u00f6den und richteten die Versorgung ihrer Armee darauf ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von industriellen Windkraftanlagen auf hochwertigen Ackerb\u00f6den mit der einhergehenden Gefahr der Verseuchung der B\u00f6den bei m\u00f6glichen Havarien von Windkraftanlagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">4.5 Bedrohung des Rotmilans<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der im Wald bei Wohnbach jagende und sichtbare Rotmilan ist vor einer weiteren Gef\u00e4hrdung bei Erh\u00f6hung der T\u00f6tungswahrscheinlichkeit, bedingt durch Windkraftanlagen, zu sch\u00fctzen. Aufgrund der geringen Reproduktionsrate des Rotmilans wiegt hier jeder Verlust eines Individuums schwer und macht somit jedes Tier besonders sch\u00fctzenswert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es hat sich bereits gezeigt, dass die frei ger\u00e4umten und kurz gehaltenen Fl\u00e4chen im Bereich der Windkraftanlagen besonders gern vom Rotmilan als Beuterevier genutzt werden. Dies liegt daran, dass er hier seine potentielle Beute besonders gut ausmachen kann. Da der Vogel bei seiner Jagd in diesem Bereich seinen Blick nach unten richtet, erkennt er die von oben heran rasende Gefahr der Rotorbl\u00e4tter nicht. Zudem w\u00e4re der Rotmilan im Extremfall auch gar nicht in der Lage, einer sich ihm mit 300 km\/h n\u00e4hernden Fl\u00fcgelspitze auszuweichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von artgef\u00e4hrdenden Windkraftanlagen in Gebieten, in den der Rotmilan ans\u00e4ssig ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">4.6 Bedrohung von Flederm\u00e4usen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Waldgebiet zwischen M\u00fcnzenberg, W\u00f6lfersheim und Rockenberg ist Lebensraum und R\u00fcckzugsgebiet f\u00fcr viele gef\u00e4hrdete Fledermausarten. Neben direkten Kollisionen k\u00f6nnen die Tieren beim Betrieb der Windkraftanlagen auch durch das sogenannte Barotrauma zu Tode kommen. Dabei platzen ihre Lungen und inneren Organen, da durch Verwirbelungen hinter den Rotorbl\u00e4ttern starke Druckschwankungen entstehen. Aus diesen Gr\u00fcnden ist ein Betrieb von Windkraftanlagen nachts, eine Stunde vor Sonnenuntergang sowie eine Stunde nach Sonnenaufgang bei einer Temperatur von mehr als 10\u00b0C gef\u00e4hrdend f\u00fcr alle Fledermauspopulationen und somit zu unterbinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von Windkraftanlagen in Gebieten mit Fledermauspopulationen und den somit erforderlichen Abschaltungen der Windkraftanlagen zum Schutz der Flederm\u00e4use und der daraus resultieren Ineffizienz des Gesamtbetriebes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">4.7 Bedrohung von Vogelarten in umliegenden Vogelschutzgebieten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In direkter Nachbarschaft der WKA`s in Wohnbach befinden sich Vogelschutzgebiete. Bei der Nahrungsbeschaffung der einzelnen Arten und dem sich teilweise vollziehenden Vogelzug bleibt zu bef\u00fcrchten, dass die V\u00f6gel zu nahe an die in Nachbarschaft befindlichen Windkraftanlagen geraten und hier durch Einwirkung der Rotorbl\u00e4tter zu Tode kommen. Auch hier w\u00fcrde sich die T\u00f6tungswahrscheinlichkeit bereits gesch\u00fctzter Arten erh\u00f6hen, was zu einer Schw\u00e4chung des Fortbestandes f\u00fchren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von industriellen Windkraftanlagen in der N\u00e4he von bestehenden Vogelschutzgebieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">4.8 Bedrohung des Vogelzuges der Kraniche<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der sich zweimal im Jahr vollziehende Vogelzug der Kraniche \u00fcberquert das Gebiet um Wohnbach direkt. Dies wird von uns seit nun \u00fcber 20 Jahren beobachtet und ist bereits in Vogelzugkorridoren<sup class='footnote'><a href='#fn-670-12' id='fnref-670-12' onclick='return fdfootnote_show(670)'>12<\/a><\/sup> des NABU dokumentiert. Da die Tiere auch noch weit nach Sonnenuntergang gut h\u00f6rbar fliegen und hierbei ihre Flugh\u00f6he deutlich verringern, da sie einen Rastplatz f\u00fcr die Nacht suchen, ist davon auszugehen, dass viele Tiere Opfer der Windkraftanlagen werden. Zudem verringern die Tiere bei niedriger Bew\u00f6lkung ihre Flugh\u00f6he ebenfalls, was sie dann auf direkten Kollisionskurs mit den Windkraftanlagen bringen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem werden Windkraftanlagen mit Rotordurchmessern von 101m riesige Wirbelschleppen verursachen, in denen eine Verletzungsgefahr f\u00fcr die V\u00f6gel besteht, obgleich sie nicht unmittelbar von einem Rotorblatt getroffen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von industriellen Windkraftanlagen in bereits bekannten Vogelzugkorridoren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 class=\"western\">5. Landschaftsbild<\/h1>\n<h2 class=\"western\">5.1 Kulturgut \u201eDie Burg M\u00fcnzenberg\u201c<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kulturgut \u201eDie Burg M\u00fcnzenberg\u201c stellt ein weit \u00fcber die Grenzen des Wetteraukreises hinweg bekanntes Kulturgut dar und ist daher besonders sch\u00fctzenswert. Eine Verschandelung des hier seit Jahrhunderten bestehenden Landschaftsbildes ist daher zu vermeiden. Der touristische Wert der Burg w\u00fcrde mit Sicherheit durch die einhergehende Verschandelung der Landschaft, bei der Errichtung von industriellen Windkraftanlagen im direkten Umfeld der Burg, verloren gehen, zumindest aber stark geschm\u00e4lert werden. Dies h\u00e4tte direkte Auswirkungen auf den seit Jahren gut ausgebauten Tourismus der Region. Eine wesentliche Einnahmequelle der Region w\u00e4re bedroht. Auch hier kann die Gemeinde Ulrichstein im Hohen Vogelsberg beispielhaft angef\u00fchrt werden. Auch hier gehen die \u00dcbernachtungszahlen seit Jahren zur\u00fcck, sieht man von den zwei Jahren ab, in denen die Monteure, die zum Bau der Windkraftanlagen ben\u00f6tigt wurden, dort untergebracht waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung:<\/strong> Keine Errichtung von landschaftsverschandelnden Windkraftanlagen im Umfeld der Burg M\u00fcnzenberg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 class=\"western\">6. Fazit<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der in dieser Stellungnahme aufgezeigten verschiedensten Unw\u00e4gbarkeiten, bei der Genehmigung der 6 Windkraftanlagen bei W\u00f6lfersheim\/Wohnbach im Regierungspr\u00e4sidium Darmstadt, widersprechen wir im Namen der B\u00fcrgerinitiative \u201eGegenwind Wetterau\u201c mit all unseren Mitgliedern der Genehmigung an dieser Stelle. Wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr unseren Widerspruch sind neben den Risiken f\u00fcr die Natur und aller darin enthaltenen Lebewesen, die fragliche Rentabilit\u00e4t der Windkraftanlagen in einem Schwachwindgebiet, der zweifelhafte Erfolg bei der aktuell praktizierten Energiewende, die bis dato nicht mit abschlie\u00dfender Sicherheit gekl\u00e4rten gesundheitlichen Auswirkungen und Sch\u00e4digungen von Menschen durch den von Windkraftanlagen ausgehenden L\u00e4rm (ILFN) bei zu gering gew\u00e4hlten Abst\u00e4nden zwischen Windkraftanlagen und Wohnsiedlungen. Aufgrund der hohen Besiedlungsdichte unseres Landes halten wir daher die Windkraft f\u00fcr keinen sozialvertr\u00e4glich gangbaren Weg der Stromerzeugung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hoffen sehr und w\u00fcnschen, dass die von uns an den Tag gelegte F\u00fcrsorgepflicht f\u00fcr unsere Mitmenschen und die sie umgebende Natur auch Einzug bei den politischen Verantwortlichen h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die M\u00f6glichkeit, unsere Stellungnahme einreichen zu k\u00f6nnen, bedanken wir uns abschlie\u00dfend und hoffen, dass unsere Anliegen m\u00f6glichst gro\u00dfe Ber\u00fccksichtigung finden.<\/p>\n<p>In Vertretung der B\u00fcrgerinitiative \u201eGegenwind Wetterau\u201c<br \/>\nmit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt; }P { margin-bottom: 0.21cm; }A:link {  }\n--><\/style>\n<div class='footnotes' id='footnotes-670'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-670-1'> Wertverlust: von Grundst\u00fccken und Immoblilien:<br \/>\n\u201eWindkraft &#8211; Welche Verm\u00f6gensverluste auf Anwohner zukommen\u201c, BR \u2013 25.11.2003 \u2013 Rolf Bovier.<br \/>\n\u201eDer Einflu\u00df von Windkraftanlagen auf den Verkehrswert bebauter Wohngrundst\u00fccke\u201c, Johann Wolfgang Goethe-Universit\u00e4t, 2003, Prof. Dr. J\u00fcrgen Hasse<br \/>\n<a title=\"Verschiedene Berichte zum Wertverlust bedingt durch WKA\" href=\"http:\/\/www.ulrich-richter.de\/fakten\/immobilienwert\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.ulrich-richter.de\/fakten\/immobilienwert\/<\/a> &#8211; verschiedene Berichte zu Wertverlust durch Windkraft <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-2'> Netzstabilit\u00e4t:<br \/>\n<a title=\"Netzstabilit\u00e4t\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/nach-stundenlangem-stromausfall-bad-nauheim-wieder-am-netz-12263998.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/nach-stundenlangem-stromausfall-bad-nauheim-wieder-am-netz-12263998.html<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-3'> Bericht zur Windpotentialkarte Hessen:<br \/>\n<a title=\"Bericht zur Windpotentialkarte des T\u00dcV S\u00dcD\" href=\"http:\/\/www.energieland.hessen.de\/mm\/Windpotenzialkarte_Hessen_-_Bericht.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.energieland.hessen.de\/mm\/Windpotenzialkarte_Hessen_-_Bericht.pdf<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-4'> <a title=\"Witschaftlichkeitsberechnung WKA Wohnbach\" href=\"https:\/\/www.gegenwind-wetterau.de\/gww983\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Studie-Wirtschaftlichkeitsberechnung_Windpark-W%C3%B6lfersheim.pdf\" target=\"_blank\">Wirtschaftlichkeitsberechnung f\u00fcr den geplanten Windpark der F. LENPower GmbH in W\u00f6lfersheim, Dipl.-Ing. Matthias Kropp, Mai 2014<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-5'> Windenergienutzung in W\u00f6lfersheim und Rockenberg, Sitzung Haupt- und Finanzausschuss Rockenberg und Bauausschuss W\u00f6lfersheim, 08.04.2013, B\u00fcrgerhaus Rockenberg\/Oppershofen <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-5'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-6'> S\u00fcddeutsche Zeitung, Die H\u00e4lfte ist weg, Auch andere Windfirmen k\u00f6nnen ihr Versprechen nicht halten, 02.05.2014 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-6'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-7'> Studie Auswirkung des von WKA erzeugten ILFN auf benachbarte Anwohner:<br \/>\n<a title=\"Auswirkung des von WKA erzeugten ILFN\" href=\"https:\/\/www.gegenwind-wetterau.de\/gww983\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Studie-Gesundheitliche-Auswirkungen-von-ILFN.pdf\" target=\"_blank\">https:\/\/www.gegenwind-wetterau.de\/gww983\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Studie-Gesundheitliche-Auswirkungen-von-ILFN.pdf<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-7'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-8'> Gef\u00e4hrdung der Gesundheit durch WKA:<br \/>\n<a title=\"Gef\u00e4hrdung der Gesundheit durch WKA\" href=\"http:\/\/windkraft.clone-it.de\/wka666\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/%C3%84rzteforum_Gefaehrdung-der-Gesundheit-durch-Windkraftanlagen.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/windkraft.clone-it.de\/wka666\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/%C3%84rzteforum_Gefaehrdung-der-Gesundheit-durch-Windkraftanlagen.pdf<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-8'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-9'> BZ-INTERVIEW mit dem Herrischrieder Physikochemiker Martin Lauffer \u00fcber Infraschall und Mindestabst\u00e4nde von Windr\u00e4dern zu Wohnsiedlungen. Badische Zeitung, 19.11.2011, <a title=\"Infraschall und Mindestabst\u00e4nde von WKA zur Wohnbesiedlung\" href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/herrischried\/dauerbelastung-ist-am-gefaehrlichsten--52147808.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.badische-zeitung.de\/herrischried\/dauerbelastung-ist-am-gefaehrlichsten&#8211;52147808.html<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-9'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-10'> Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall. Entwicklung von Untersuchungsdesigns f\u00fcr die Ermittlung der Auswirkungen von Infraschall auf den Menschen durch unterschiedliche Quellen\u201c; UFOPLAN 2011; FKZ 3711 54 199 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-10'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-11'> Unf\u00e4lle WKA in Deutschland und \u00d6sterreich:<br \/>\n<a title=\"Unf\u00e4lle von WKA in \u00d6sterreich und Deutschland\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Unf%C3%A4llen_an_Windkraftanlagen_in_Deutschland_und_%C3%96sterreich\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Unf%C3%A4llen_an_Windkraftanlagen_in_Deutschland_und_%C3%96sterreich<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-11'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-670-12'> Vogelzugkorridore NABU Landesverband Hessen:<br \/>\n<a title=\"Vogelzugkorridore NABU LV Hessen\" href=\"http:\/\/hessen.nabu.de\/imperia\/md\/content\/hessen\/positionen\/positionspapier-windkraft-langfassung.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/hessen.nabu.de\/imperia\/md\/content\/hessen\/positionen\/positionspapier-windkraft-langfassung.pdf<\/a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-670-12'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\" data-services=\"facebook\" data-url=\"https%3A%2F%2Fwww.gegenwind-wetterau.de%2Fgww983%2Findex.php%2Fziele%2Fstellungnahme-zu-6-wka-in-wohnbach%2F\" data-timestamp=\"1404078624\" data-hidezero=\"1\" data-backendurl=\"https:\/\/www.gegenwind-wetterau.de\/gww983\/wp-json\/shariff\/v1\/share_counts?\"><div class=\"ShariffHeadline\">Diesen Beitrag teilen<\/div><ul class=\"shariff-buttons theme-color orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.gegenwind-wetterau.de%2Fgww983%2Findex.php%2Fziele%2Fstellungnahme-zu-6-wka-in-wohnbach%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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