Das neue Landschaftsbild

Für viele Mitbürger in unseren Nachbarregionen ist der ungebremste und inzwischen sinnlos gewordenen Weiterausbau der Windkraft ohne Rücksicht auf Mensch und Natur bereits zum traurigen Alltag geworden:

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Soonwald – (c) Jörg Rehmann

Weitere uns zugestellten reale Bilder einst schöner Naturlandschaften stehen zur Ansicht bereit und werden regelmäßig ergänzt. Wenn wir uns nicht gemeinsam zur Wehr setzen, kommt genau das auch auf uns alle in der Wetterau zu …

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Energieversorgung und deren Risiken auf den Bürger abgewälzt

Das zunehmend risikobehaftete Geschäft der Energieversorgung unseres Landes wird derzeit von der Politik immer mehr auf Kommunen und Privathaushalte abgewälzt.

So übt die Politik seit Jahren mit ihren ideologischen Forderungen Druck auf Stadtwerke, Kommunen und Landbesitzer aus, um diese dazu zu bewegen in das Geschäft mit der Windkraft einzusteigen. Der wirtschaftliche Erfolg ist aber nicht von den Politikern, sondern von den Betreibern der Windkraftanlagen zu erbringen. Stehen die Windkraftanlagen an denkbar ungünstigen Standorten im Binnenland, so werden deftige Verluste, wie bei den Stadtwerken Mainz und Erlangen inzwischen bekannt geworden ist, eingefahren.

In diesem Zusammenhang trägt besonders der Grundstücksbesitzer, der sein Land durch einen Pachtvertrag den Betreibern der Windkraft zugänglich macht, ein überdurchschnittlich hohes Risiko, auf welches beim Vertragsabschluss nicht hingewiesen wird. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es immer noch Grundstückseigentümer gibt, die der Überzeugung sind, man könne hier eine Menge Geld verdienen. Aber das Gegenteil ist der Fall.
Klar sollte hier jedem sein, dass dort wo kein Geld verdient wird auch keines verteilt werden kann. Gerade hier in der Wetterau lässt der fehlende Wind keinen wirtschaftlichen Betrieb von Windparks zu.
Darüber hinaus trägt der Grundstücksbesitzer das volle Betriebsrisiko der Windkraftanlage. Jegliche Schäden an Boden, Natur und Wasser sind von ihm zu tragen und werden zum Teil nicht einmal versichert (Grundwasserschäden bei Kontaminierung durch Brand z.B. ausgelöst durch Blitzschlag). Zudem gilt es für den Grundstücksbesitzer während der gesamten Betriebszeit der Windkraftanlage Rücklagen für den Ab- und Rückbau zu bilden. Hier entstehen bei modernen Windkraftanlagen mit Höhen von 200 Metern schnell Kosten im Bereich von einer Viertelmillionen Euro und mehr. Die gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen der Betreiber in Form von meist Bankbürgschaften decken diesen Betrag im Allgemeinen bei weitem nicht. Kann die Windkraftanlage aus verschiedenen Gründen nicht mehr betrieben werden, so erlischt deren Privileg nach BauGB §35 im Außenbereich und sie ist binnen sechs Monaten rückzubauen. Solche Gründe sind gegeben, wenn größere Defekte eine wirtschaftliche Reparatur nicht mehr zulassen oder Klagen den weiteren Betrieb verhindern. Auch hier gibt es bereits verschiedenste Urteile zu vorgebrachten Klagen bei denen der Betrieb entweder komplett untersagt wurde oder derart einschränkt war, dass nicht mehr wirtschaftlich gearbeitet werden konnte. In diesen Fällen haftet dann der Grundstücksbesitzer voll mit seinem Privatbesitz, was im Extremfall zu einer Privatinsolvenz führen kann. Auf der anderen Seite hat sich hingegen die finanzierende Bank zu genüge abgesichert oder ist wie im Fall der KfW-Bank Teil des Systems. Auch die Projektierer der Windkraftanlagen haben ihren Lohn, zehn Prozent der Bausumme, erhalten und sind hier nicht mehr zu belangen und schon längst über alle Berge.

Weitere Details zu den verschiedenen Risiken wurden von der Bundesinitiative Vernunftkraft bereit gestellt und stehen auf unsere Internetseite als Dokument zum Download bereit oder werden auf Anfrage auch gerne zugestellt.

Dass das Risiko auch an anderer Stelle den Privathaushalt treffen kann, wurde bereits in unserem Beitrag “Stromüberangebot bremst privaten Photovoltaik-Strom aus” deutlich. So wird der privat produzierte Photovoltaik-Strom zunehmend aufgrund des derzeitigen Stromüberangebotes nicht mehr abgenommen. Auch hier dachte man vor einigen Jahren noch, man würde einen guten Dienst leisten, wenn man der politischen Forderung nach einer sauberen Stromversorgung nach kommt. Nun bleiben Privathaushalte womöglich auf ihren Investitionen in die Photovoltaikanlagen sitzen.

Ursache für die hier genannten Probleme ist eine komplett verfehlte Energiepolitik, bei der Milliardensubventionen (aktuell über 23 Mrd. Euro pro Jahr) über Jahrzehnte hinweg planwirtschaftlich in die Windkraft gepumpt werden.

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Stromüberangebot bremst privaten Photovoltaik-Strom aus

Die derzeitige Energiewende Deutschlands, mit dem ungebremsten Weiterausbau der Windkraft und den damit verbundenen Milliardensubventionen, treibt immer neue Stilblüten. So machen die Stromabnehmer privater Photovaltaikanlagen zunehmend von ihrem Recht Gebrauch, den hier erzeugten Strom nur noch in Teilen oder zeitweise gar nicht mehr abzunehmen. Ursache hierfür  ist das derzeitige Stromüberangebot einer komplett verfehlten Energiepolitik. So wird inzwischen bei Wind und Sonnenschein derart viel Strom produziert, dass keiner mehr weiß wohin damit. In solchen Phasen der Überproduktion wird der Strom zu Negativpreisen (Strom plus Geld) “verkauft”. Um unsere Netzstabilität noch gewährleisten zu können, werden zusätzlich private Stromerzeuger abgeklemmt bzw. wird deren Strom nur noch reduziert abgenommen. Im ersten Fall wird i.d.R. auf Kosten des privaten Stromproduzenten ein sogenannter Rundsteuerempfänger installiert (Kosten Gerät plus Monatge ca. 400 bis 500 Euro). Nach dem Einbau dieses Gerätes ist es dem Stromabnehmer jederzeit möglich, bei einem Stromüberangebot im Netz die Stromabnahme der Privatproduzenten komplett zu stoppen. In dieser Situation verdienen die privaten Anlagenbesitzer kein Geld. Beim zweiten Fall wird der Wechselgleichrichter der Photovoltaikanlage fest auf einen gedrosselten Wert, von beispielsweise 70% eingestellt. Produziert die Anlage an sonnenreichen Tagen mehr Strom, so wird dieser nicht mehr abgenommen. Bei beiden Varianten wird der private Stromproduzent geringere Einnahmen realisieren, da sein Strom nicht mehr komplett ins Netz eingespeist wird.

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Trotz dieser ohnehin schon absurden Situation wird die Windkraft weiter ausgebaut werden. In Hessen soll sich laut Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir die derzeit installierte Leistung der Windkraftanlagen noch einmal verdreifachen. Was dann mit dem privat erzeugten Photovoltaik-Strom passieren wird, bleibt abzuwarten. In wie weit hier die privaten Investoren noch genügend Einnahmen realisieren, um ihre oft auf Kredit finanzierten Photovoltaikanlagen wirtschaftlich betreiben zu können, bleibt fraglich. Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass der Wunschtraum Grüner Ideologen alleine nicht genügt, um eine funktionierende und sozial verträgliche Energiewende umzusetzen…

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Kommt alle zur Hessen-DEMO

Gegen die
Natur- und Landschaftszerstörung durch die Windindustrie
36399 Freiensteinau / Vogelsbergkreis / Hessen
21. September 2014 ab 11:30 Uhr

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Das ist die Chance der Politik zu zeigen, dass wir den inzwischen sinnlos gewordenen, ungebremsten Weiterausbau der Windkraft ablehnen.

Weitere aktuelle Informationen unter:

Rene Rock, umweltpolitischer Sprecher der FDP im hessischen Landtag, konfrontiert Herrn Tarek Al-Wazir mit seinem feigen Wegducken bei der Veranstaltung in Freiensteinau:

Video zur Hessen-DEMO “Rote Karte Tarek Al-Wazir” Teil 1

und Teil 2

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Weilrod ist verloren

Die Macht der Windkraftlobby wir deutlich, wenn man sich anschaut, was derzeit im Taunus bei Weilrod seine Vollendung findet. Trotz unwirtschaftliche Windkraftanlagen in bewaldeten Mittelgebirgsregionen werden hier gerade sieben neue Windkraftanlagen vom Typ Nordex  N-117 im Wald fertig gestellt. Gewinner bei diesem Spiel sind auf jeden Fall schon einmal die Projektierer der Anlagen, die Baufirmen, die Kranbetreiber und Sondertransportunternehmen. Verloren haben viele Menschen ein Stück unberührte Natur zum Ausspannen und zum Erholen. Verloren haben aber auch Anwohner, wenn sie realisieren, welche Emissionen von diesen industriellen Riesen ausgehen. Zudem werden zukünftig viele Tiere ihr Leben verlieren, wenn sie direkt in die Rotoren geraten oder ihnen in den Wirbelschleppen dieser gigantischen Maschinen deren die Lungen zerplatzen.

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Windkraft verdrängt umweltfreundliche Wasserkraftwerke

Inzwischen zeigt die planwirtschaftlich, mit Milliardensubventionen voran getriebene und sinnlos gewordenen Energiewende Deutschlands, zunehmend negative Folgen bei unseren Nachbarn. So stehen die seit Jahrzehnten etablierten und wirtschaftlich arbeitenden Wasserkraftwerke in den Alpen bald vor ihrem Aus und können nicht mehr weiter wirtschaftlich betrieben werden. Schuld daran ist der zu Niedrigstpreisen (bis hin zu Negativpreisen) angebotene, überschüssige Strom aus der planwirtschaftlich organisierten Energiewende Deutschlands. Gerade hierdurch werden seit Jahrzehnten funktionierende, umweltfreundliche und CO2-vermeidende Wasserkraftwerke der Alpen zu Grunde gehen. So werden in diesem Bereich erstmals Arbeitsplätze abgebaut und die Wartungsmaßnahmen auf ein Minimum reduziert. An Investitionen in neue Projekte dieser Art ist derzeit gar nicht mehr zu denken.

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Ein weiteres Paradoxon einer komplett verfehlten Energiepolitik Grüner Ideologen. Anstatt den für die Umwelt herbei gewünschten, positiven Effekt zu erzielen, wird inzwischen genau das krasse Gegenteil bewirkt. Weiterlesen →

Weitere Artikel zu diesem Thema:

10.01.2015 Unternehmer Zeitung – Schweiz: Deutsche Energiewende wirkt sich negativ auf Wasserkraftprojekte aus

04.10.2015 EIKE – Schweiz: Wasser fällt Wind und Sonne zum Opfer
(Deutschlands erneuerbare Energien lassen der Schweizer Wasserkraft keine Chance)

 

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Transformation einer Gesellschaft

Wie war es möglich, dass eine der schönsten Regionen in Rheinland Pfalz, der Hunsrück, zum offenen Industriegebiet werden konnte? Welche Schritte waren im Vorfeld erforderlich, um Naturschutzgebiete und sensible Waldgebiete für derartige Vorhaben zugänglich zu machen? Welches zukünftige Ziel steckt hinter einem derart drastischen Vorgehen?
Die ersten beiden Fragen stellt man sich relativ schnell, wenn man zum ersten mal sieht oder miterlebt, wie eine einst geschützte Umwelt für den Raubbau der Windkraft inzwischen sinnlos geopfert wird. Sieht man die immense Dimension mit der dieser forcierte Weiterausbau der Windkraft derzeit bundesweit, besonders in ländlichen Regionen vorangetrieben wird, ist man fassungslos und sucht verzweifelt nach dem Sinn und weiteren Antworten. Die nachstehende Dokumentation “Wie der Soonwaldsteig das Weltklima rettet” von Jörg Rehmann liefert auch zu diesem Aspekt eine erschreckende aber plausible Antwort…

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Wer sitzt demnächst zuerst im Dunkeln?

Unsere Mitbürger aus der ehemaligen DDR werden sich noch daran erinnern können. Zu Zeiten der Planwirtschaft war eine permanente Stromversorgung aller Haushalte nicht immer gewährleistet und so wurden mitunter rigoros Teile der Verbraucher vom Netz genommen, wenn der Strom nicht für alle reichte. Nichts anderes wird uns in naher Zukunft in ganz Deutschland aufgrund der verfehlten Energiepolitik bevorstehen. Ob hier nostalgische Gefühle bei den einstigen Bewohnern der DDR geweckt werden, bleibt allerdings fraglich…

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Aufgrund der zunehmenden Netzinstabilität verursacht durch die bevorzugte Einspeisung von Strom aus Windkraft und Photovoltaik, wird daher bereits jetzt der bevorstehende Ernstfall geprobt. Hierbei lautet die wesentliche Frage, welche Großstadt wird als erstes vom Netz genommen, um die Versorgung des Rests des Landes noch gewährleisten zu können?
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Gefahr des Infraschalls weit unterschätzt

Wie neuste Untersuchungen in Australien zeigen, wirkt der den Menschen negativ beeinträchtigende und krank machende Infraschall, ausgehend von großen industriellen Windkraftanlagen, wesentlich weiter als bisher vermutet wurde. Hier zeigt sich, dass selbst in 10 Km Entfernung zu Windkraftindustriegebieten die Anwohner nachteilig beeinflusst und krank werden. Leider spielen bei uns die Projektierer (AlphaSol GmbH und Rotorwerk GmbH) und grüne Ideologen die möglichen Gefahren ausgehend von Infraschall runter.
Fordert man hierzulande Abstände von mindestens 2 Km, was demnach noch lange nicht ausreichen wird, um die Bevölkerung wirkungsvoll vor den negativen Infraschall-Emission zu schützen, wird man direkt von den Grünen Ideologen mit der Phrase “Das kommt einer Verhinderungspolitik gleich” belegt. Offensichtlich schert es diese Grünen Ideologen gar nicht, was mit der Gesundheit der Anwohner direkt neben Windkraftindustriegebieten geschehen wird. Ansonsten würden diese Personen nicht unbeeindruckt all dieser Erkenntnisse weiter fordern, dass man bis auf 600 Meter an Aussiedlerhöfe heran bauen kann, da Infraschall komplett harmlos sei. Meiner Meinung nach stellt ein solches Vorgehen eine “bewusst in Kauf genommene Gefährdungspolitik der Volksgesundheit und der rechtlich garantierten Unversehrtheit eines jeden Einzelnen” dar. Gegen ein solche Haltung sollte sich meiner Meinung nach jeder Bürger schon aus Solidarität mit den derzeit betroffenen Menschen stellen und aktiv werden.

Der australische Filmbeitrag steht derzeit nur in der Originalfassung ohne Untertitel zur Verfügung.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

10.07.2015 Physikalisch -Technische BundesanstaltWahrnehmung von Infraschall unzureichend erforschtNEU

15.06.2015 Down WindWindkraftanlagen machen Bevölkerung von Ontario (Kanada) krankNEU

15.05.2015 118. Deutsche Ärztetag fordert Bundesregierung auf:Wissenslücken zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall, zu schließen.” Seite 355 ff. – NEU

09.04.2015 RTL NordGesundheitsrisiko Windräder NEU

30.11.2014 Deutscher Arbeitgeber VerbandGefährdung der menschlichen Gesundheit durch Großwindanlagen – Schutzpflicht des Staates und die persönlich Haftung von Stadtratsmitgliedern

21.09.2014 tazDer Fluch des Repowering – Familie Hogeveen leidet unter den Schallwellen, die so ein Riesenwindrad verbreitet

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Fotomontagen sind vielerorts nicht mehr erforderlich

Auch wir haben zur Veranschaulichung der geplanten, massiven Veränderungen in unserem Lebensraum, der Wetterau, zur Bereitstellung von Fotomontagen aufgerufen. Die erschreckenden Bilder, die uns in den letzten Tagen von befreundeten Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland erreicht haben, zeigen das neue von den Grünen-Politikern zu verantwortende Landschaftsbild in unserem ehemals so schönem Deutschland. Es sei nochmal darauf verwiesen, dass die gesammelten Bilder in vielen Regionen unserer Heimat zur traurigen Realität geworden sind. Es handelt sich nicht um Fotomontagen, auch wenn der Eine oder Andere das vermuten mag. Es sind aktuelle Aufnahmen des derzeitigen Ist-Zustandes in Teilen unserer Heimat…

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Hunsrück

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Tarek Al-Wazir träumt und wir werden weiter zahlen

Wenn man die Worte des hessischen Wirtschaftsministers, Herrn Tarek Al-Wazir, aus seiner Regierungserklärung vom 14. Juli 2014 liest, drängt sich einem der Verdacht auf, dass hier der Wunschtraum mit der Realität verwechselt wird. So träumt Herr Tarek Al-Wazir von einer Welt, in der Hessen seine Stromversorgung aufbauend auf Windkraft ohne vorhandene Speichertechnologie realisieren wird. Alle derzeitigen offenen Probleme werden einfach als zu lösende Aufgaben der Zukunft gesehen und schon funktioniert die so schön geträumte Welt einfach weiter. Dass die Umsetzung so mancher erforderlichen Lösung zeitlich noch gar nicht absehbar ist, spielt hierbei keine Rolle, denn im Traum hat man ja bekanntlicher Weise kein Zeitgefühl.

Zudem ist unter Herr Tarek Al-Wazir die hessische Gemeindeverordnung (HGO) derart angepasst worden, dass es Gemeinden nun deutlich einfacher möglich ist, in das Risikokapitalgeschäft Windkraft einzusteigen. Auch hier zeigt sich, dass die Politik die Verantwortung mit geschickten Schachzügen nach unten delegieren möchte. Leidtragende sind dann nämlich die Kommunen. Dass ein kommunaler Windpark in unseren Breiten nur in einem finanziellen Disaster enden kann, haben bereits viele Wirtschaftlichkeitsberechnungen deutlich gezeigt. Kreditinstitute in unsere Region (Alois Früchtl, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Fulda) ziehen sich daher zu Recht aus der Windkraft zurück und selbst die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V. warnt inzwischen eindringlich vor der nicht vorhandenen Wirtschaftlichkeit der Windkraft.

Ob Herr Tarek Al-Wazir irgendwann einmal aus seinem Traum aufwachen wird und ob er dann die Realität erkennen kann, bleibt offen. So lange er aber als Wirtschaftsminister Hessens mit derart diffusen Vorstellungen die Energiewende ins Nichts weiter vorantreibt, werden Tag für Tag immer mehr Bürger Hessens und der Bundesrepublik Deutschland zu den Verlierern gehören. Konkret werden wir

  • wertvolle Kulturlandschaften, die seit Jahrhundert von unseren Vorfahren bewahrt wurden, zerstören,
  • Naherholungsgebiete und Naturparks in offene Industriegebiete mit Gefährdungspotentialen umwandeln,
  • gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schädigungen der Bevölkerung bei zu geringem Abstand riskieren,
  • unsere per Gesetz garantierte Stromversorgungssicherheit aufs Spiel setzen,
  • den Verlust weiterer Individuen ohnehin schon bedrohter Tierarten (Schwarzstorch, Roter Milan, verschiedene Fledermausarten und Wildkatze) forcieren,
  • Sauerstoffproduzierenden und wasserspeichernden Wald bei fraglichem Nutzen der Windkraft opfern,
  • den Wert unserer Immobilien, bei in der Nähe erbauter Windkraftanlagen, geschmälert bekommen (30% Wertverlust bis hin zur Unverkäuflichkeit),
  • Verlust von Tourismusgebieten in strukturschwachen, ländlichen Gebieten als Einnahmequelle der dort ansässigen Bevölkerung,
  • immer höhere Strompreise zahlen,
  • Arbeitsplätze verlieren, da energieintensive Produktionen ins Ausland abwandern,
  • keinen relevanten Beitrag zur CO2-Emission leisten,
  • Spaltung unserer seit Jahrhunderten gewachsenen ländlichen Sozialgemeinschaften durch offene Bestechung,
  • unsoziale Umverteilung des Kapitals von unten nach oben,
  • einige wenige Projektierer zu Gewinnen verhelfen, die wir alle als Subventionen zahlen,
  • über Jahrzehnte hinweg Milliardenbeträge (derzeit 23 Milliarden Euro pro Jahr) binden, die für echte Alternativen dann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Führende Ökonomen (wie Hans Werner Sinn, Präsident des ifo Institutes am 16.12.2013 – Energiewende ins Nichts) und eigens von der Bundesregierung eingesetzte Experten-Kommissionen sehen im derzeitigen EEG keinen Sinn und raten ganz klar zu dessen Abschaffung. Dennoch hält man in der Politik, ungeachtet aller berechtigter Kritik, die inzwischen auch aus dem Ausland zu uns gelangt, weiter am EEG und dessen Umsetzung fest. Die Zeche dieser Träumerei werden aber wir, die Bürger dieses Landes weiter geduldig  zahlen dürfen…

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Vermeintliche Experten zum Thema Infraschall

Wie in der ButzbacherZeitung am 10. Juni 2014 zu lesen war, haben sich die Wetterauer Grünen mit “Experten” zum Thema Infraschall, ausgehend von Windkraftanlagen besprochen. Mit dem auf diesem Wege erlangten Wissen haben Sie sich dann auch direkt mit einem Zeitungsartikel zu Wort gemeldet. Leider macht es den Anschein, als wurden die Teilnehmer der Experten-Gesprächsrunde schlecht informiert oder haben den Sachverhalt falsch bzw. unzureichend verstanden und/oder wiedergegeben.

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von links nach rechts: Diethardt Stamm, Ralf Naujoks, Jürgen Hutfiels und Marcus Stadler

So konnten wir nachstehende Äußerungen der Zeitung entnehmen:

Diethardt Stamm (Grünen-Energie-Experte)

Infraschall sind physikalisch betrachtet Schallwellen in einem Frequenzbereich unter 20 Hertz, die vom menschlichen Ohr nicht mehr gehört werden können. Solche Schallwellen erzeugt schon jede kleine Windböe, die Meeresbrandung, aber auch jeder laufende Motor, sei es in einem Küchengerät oder im Auto. Gerade im Auto sei man dem Schall meist in geringem Abstand ausgesetzt, trotzdem kommt niemand auf die Idee, Infraschall hier als Gefahrenquelle zu thematisieren.

Was Infraschall ist (Schallwellen) und wie dieser international definiert wird (unter 20 Hertz) wurde korrekt erfasst und richtig wiedergegeben. Auch bei den genannten natürlichen (Windböe und Meeresbrandung) und künstlichen Infraschallerzeugern (Küchengerät und Auto) ist nichts anzumerken, obwohl man sich doch eigentlich über den von industriellen Windkraftanlagen verursachten Infraschall unterhalten hatte!?

… hatte das Landesamt exakt den Windradtyp untersucht, den die Betzenröder Windenergie GbR in Schotten Betzenrod seit 16 Jahren betreibt.

Diese 16 Jahre alten und recht kleinen Anlagen in einem aktuellen Zeitungsartikel mit Bezug zum Thema Infraschall und Gesundheitsgefahren für den Menschen zu nennen, erscheint doch mehr als gewagt. So handelt es sich in Betzenrod im eine AN Bonus 450 KW/37, eine Fuhrländer 750 KW und eine Nordex 54 1MW. Die Anlagen haben Nabenhöhen zwischen 40 und 70 Meter und sind mit Rotoren einer Länge von 15 bis 27 Metern besetzt.
Anlagen die heute aufgebaut werden, wie die derzeit in Wohnbach geplanten vom Typ Enercon E-101, haben eine Nabenhöhe von 140 Metern mit einem Rotordurchmesser von 101 Metern und sind somit 200 Meter hoch. -Der Vergleich von Herrn Diethardt Stamm hinkt.

Ralf Naujoks (Allgemeinmediziner)

.. verwies auf die Vielzahl künstlicher Infraschallquellen von der Eisenbahn bis hin zu Waschmaschinen oder Heizungspumpen. Laut ihm verursacht Infraschall bei Windrädern keine Gesundheitsschäden, weder über die Geräusche des Generators in der Gondel noch über Rotorblätter, die am Mast vorbeistreichen. Es gebe keine ernst zu nehmende Studie, die auf gesundheitliche Schäden hinweist.

Jetzt werden die Aussagen im genannten Kontext Infraschall und Gesundheitsgefährdung nicht mehr tragbar, wenn man die aktuellen Studienergebnisse des Bundesumweltamtes (Kurzfassung in Form eines Kommentars von Dr. med. Johannes Mayer / Fachvortrag  vom 9. Mai 2014 – Wirkung von Infraschall) von diesem Jahr einsieht und dagegen hält. Wie ein Allgemeinmediziner trotz der seit vielen Jahren stetig wachsenden Zahl wissenschaftlicher Studien im In- und Ausland eine solche Aussage treffen kann ist nicht mehr nachvollziehbar…
Auch wenn Herrn Ralf Naujoks der Zugang zu den vielen Studien nicht möglich war, so hätte er doch wenigstens als Allgemeinmediziner mitbekommen müssen, das es inzwischen sogar bei den Krankenkassen den enerkannten “Diagnoseschlüssel ICD-10-GM2010 – Code T75.2 – Schäden durch Vibration und Schwindel durch Infraschall” zur Abrechnung gibt!

Zudem sei der Umgang mit tieffrequenten Geräuschen gesetzlich in der Vorschrift “TA-Lärm” geregelt und werde bei Windkraftanlagen strikt eingehalten.

Hier ist darauf hinzuweisen, dass die “TA-Lärm” laut der aktuellen Studie des Bundesumweltamtes hinsichtlich des Infraschllbereichs in die Kritik gerät, da der Frequenzbereich unter 20 Hertz gar nicht berücksichtigt wird. Der niederfrequente Lärm (kleiner 100 Hertz) wird zudem nur gedämpft bewertet (siehe Artikel und Grafiken “Messverfahren erfassen das volle Lärmspektrum einer Windkraftanlage nicht“). Somit ist die Einhaltung nach TA-Lärm zwar gegeben, steht aber konträr zu den zwischenzeitlich vorliegenden Erkenntnissen. Eine Nachbesserung der “TA-Lärm” wird inzwischen auch von der Studie des Bundesumweltamtes gefordert.

… sagte, liege der Schalldruckpegel bei einem Auto bei Tempo 100 um 50 Prozent höher als bei einer Windkraftanlage in einem Abstand von zehn Metern. Er zitierte eine Studie des Bundesgesundheitsamts, bei der Probanten über einen längeren Zeitraum Infraschallquellen von bis 125 db(A) ausgesetzt wurden. Bei keinem Probanten traten die von Windkraftgegnern häufig genannten Gleichgewichtsstörungen oder Übelkeitserscheinungen auf.

Ein weiterer Koktail von verschiedensten Aussagen, der hier nicht wirklich zielführend ist. Welcher Frequenzbereich bei welcher Messmethode wurde beim Vergleich Auto zu Windkraftanalage zu Grunde gelegt? Mit welcher konkreten Windkraftanlage (Größe und Typ) wurde das Auto verglichen? Was ist mit einem längeren Zeitraum bei der zitierten Studie gemeint? Haben die Probanten über Jahre hinweg neben diesen Infraschallquellen gewohnt und Nachts versucht in den Tiefschlaf zu gelangen?

Marcus Stadler (Grünen-Sprecher)

… verwies auf Untersuchungen des Landesamtes für Umweltschutz in Bayern. Das habe festgestellt, dass im Infraschallbereich liegende Schallemissionen der Windräder von Menschen nicht wahrgenommen werden und daher zu keinen Belastungen führen könnten – auch da die Anlagen in Hessen mindestens 600 Meter Abstand zur Wohnbebauung haben müssten und die Wellenintensität im Quadrat der Entfernung abnehme.

Die zitierten Untersuchungen des Landesamtes für Umweltschutz in Bayern sind inzwischen ebenfalls überholt worden und so gilt in Bayern derweil die Abstandsregelung Anlagenhöhe mal 10. Bei einer 200 Meter hohen Anlage sind das dann 2000 Meter. In einem Zeitungsartikel zu suggerieren, dass 600 Meter Abstand bei den derzeit geplanten Anlagen (Höhen von 200 Metern) zur Wohnbebauung ausreichen, ist schon grob fahrlässig.
Auch weiss Herr Marcus Stadler offensichtlich nicht, dass in den USA aufgrund vieler Studien der Grundsatz “Was man nicht hört kann einem auch nicht schaden” beim American Institute of Health bereits 2010 revidiert worden ist. Man ist sich im amerikanischen Gesundheisministerium somit seit vielen Jahren darüber bewusst, dass gerade der nicht hörbare niederfrequente Lärm zu Beeinträchtigungen und Schädigungen beim Menschen führen kann.

Jürgen Hutfiels (BUND-Kreisverband Wetterau)

… erinnerte daran, dass auch das NRW-Landesumweltamt bereits vor über zehn Jahren festgestellt habe, dass der Infraschalldruckpegel bei Megawatt-Windkraftanlagen so gering sei, dass man ihn als völlig harmlos einschätzen könne.

Dass man vor gut zehn Jahren im Umgang mit Windkraftanlagen einen anderen Kenntnisstand hatte, ist nicht verwunderlich. So waren die Anlagen deutlich kleiner und die Problematik des niederfrequenten Lärms und des Infraschalls trat nicht in der massiven Form auf, wie heute bei modernen industriellen Windkraftanlagen. Warum Herr Jürgen Hutfiels allerdings an einer derart veralteten Studie festhält, ist nicht zu verstehen.

Fazit:

Die oben genannten Vertreter haben ihre Hausaufgaben in Sachen Infraschall, verursacht von industriellen Windkraftanlagen, und der Gesundheitsgefährdung der Menschen nach meinem Empfinden unzureichend gemacht. Zudem sind sie mit diesem überholten Kenntnisstand an die Öffentlichkeit getreten und wollten als vermeintliche “Experten” und “verantwortungsbewusste Vertreter” verschiedenster Organisationen die Bevölkerung aufklären und uns glauben machen, dass keinerlei Gefahr für die Gesundheit der Menschen vom Infraschall, verursacht von industriellen Windkraftanlagen, bei zu geringem Abstand zur Wohnbebauung ausgeht. Unsere Gesundheit ist uns laut Grundgesetz garantiert und hat somit oberste Priorität. Dies scheint jedoch bei den zitierten Vertretern nicht mit dem nötigen Ernst und Verantwortungsgefühl wahrgenommen zu werden.
Die hier getroffenen Aussagen sind angesichts der verfügbaren Informationen nicht zu verstehen und es drängt sich der Verdacht auf, dass hier womöglich Eigeninteressen im politischen und wirtschaftlichen Bereich vorrangig vertreten werden. Schade, dass sich die genannten Vertreter Herr Diethardt Stamm, Herr Ralf Naujoks, Herr Marcus Stadler und Herr Jürgen Hutfiels mit ihrem überholten Kenntnisstand derart öffentlich deklassiert haben. Über deren Reputation kann nun die Bevölkerung selbst entscheiden…

Weitere aktuelle Links zum Thema Infraschall:

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